Iyengar Yoga ist bekannt für seine exakte Ausrichtung (Alignment) in den Yogahaltungen (Asana) verbunden mit inniger Achtsamkeit sowie einer intelligenten Übungsfolge (Sequencing).

Die Kunst der effektiven Dehnung und tiefen Entspannung verbinden sich in Iyengar Yoga mit zunehmender Stabilität, einer ausgewogenen Kraft, angemessener Beweglichkeit und einem inneren wie äußeren Gleichgewicht.

Durch den strukturierten Unterrichtsaufbau können auch Yoga-Anfänger gut folgen.

Präzise Impulse erzeugen im Übenden eine innere Dynamik, die eine ruhevolle Intensität, Leichtigkeit und Körperintelligenz entstehen lässt.

Iyengar Yoga ist eine zeitgemäße Form des Hatha Yoga, entwickelt durch den bekannten Yogameister B.K.S. Iyengar (1918-2014) und als sein Lebenswerk über 7 Jahrzehnte von ihm unermüdlich gelebt, gelehrt und verfeinert. Seine außerordentliche Fähigkeit zur Introspektion, seine bis ins hohe Alter von 95 Jahren disziplinierte eigene Yogapraxis sowie geniale Kreativität und Perfektionsstreben haben den Yoga in ungeahnten Dimensionen offengelegt.

Die Ausbildung mit Lehrzertifizierung ist anspruchsvoll und basiert auf jahrelanger disziplinierter Praxis und Studium.

Wirkungen und Yoga-Hilfsmittel

Um eine Yogahaltung individuell an die körperliche Konstitution anzupassen bzw. feiner auszurichten, werden Hilfsmittel wie Wand, Gurte und Taue, Klötze und Stühle eingesetzt.

Mit zunehmender Übungspraxis kann man länger in der Yogahaltung verweilen. Hierdurch verbessert sich die Organgesundheit, die psychisch-emotionale Stabilität sowie das hormonelle Gleichgewicht und die Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems – die Yogapraxis entfaltet ihre tiefgründige Wirkung.

Regeneration und Entspannung, eine fein entwickelte Kraft und Beweglichkeit, Verbesserung der Immunkraft und Streßresilienz, Klarheit und Ruhe im Geist sind die Wirkungen.

Durch die präzise Übungsweise des Iyengar Yoga werden verkürzte Bereiche des Körpers gezielt gedehnt; schwache, wenig entwickelte Muskeln werden gekräftigt, das myofasziale Bindegewebe wird wieder geschmeidig. Nun kann sich die Wirbelsäule längen und der Brustkorb sich öffnen. Die Unterleibsorgane heben sich, Leisten und Zwerchfell entspannen. So wird der Atem frei und der Kopf ruhig. Gelassenheit und Weite stellen sich ein.

In der Entspannung am Ende der Stunde lernen wir, körperlich und geistig tief loszulassen und gleichzeitig völlig präsent zu sein – dies entspricht der Haltung der Meditation.

Korrektes Üben

Präzise und aufeinander abgestimmt werden im Unterricht die Standhaltungen, Vorwärts- und Rückwärtsstreckungen, Drehungen, Bauchhaltungen, Umkehrhaltungen, die Jumpings, regenerative Haltungen und Entspannung sowie das Pranayama (Atemlenkung) geübt.

»Yoga-Flows« folgen erst später, der Grund: in einem zu frühen Ausführen rascher Abfolgen wie auch in einem ungenauen Üben kompensiert man meist unweigerlich in die eigenen Schwachstellen, da das Körperbewusstsein, das »Körpergedächtnis« noch nicht eine verfeinerte Praxis durchlaufen hat. So verstärken sich Fehlhaltungen, einseitiges Üben, Steifheit oder Überbeweglichkeit.

In unserem Unterricht entwickeln wir schrittweise die notwendige Weisheit in der Übungspraxis, die Körper und Geist systematisch entwickeln.